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Baustelle: Flüssige Kunststoffabdichtung wird mit Rolle auf Dach aufgetragen

Anwendung und Verarbeitung von flüssigen Kunststoffen


Im Bauwesen bezieht sich der Begriff "Flüssigkunststoffe" auf polymere Materialien, die in flüssiger Form aufgetragen werden und nach dem Aushärten eine nahtlose, flexible und wasserdichte Beschichtung bilden. Polymere sind chemische Verbindungen, die aus vielen Makromolekülen bestehen, durch Zugabe von Additiven bildet sich der gewünschte Kunststoff.

Flüssigkunststoffe sind oft ein- oder mehrkomponentige Materialien, die nach dem Auftragen auf einem Untergrund aushärten und eine flexible, fugenlose Abdichtung bilden. Sie sind besonders gut geeignet für die Abdichtung von Flachdächern, Terrassen, Balkonen, Kellern und Feuchträumen, insbesondere in Bereichen mit komplexen Geometrien oder Durchdringungen. 

Sie zeichnen sich durch ihre Flexibilität, Anpassungsfähigkeit an verschiedene Oberflächen, schnelle Aushärtezeit sowie hohe Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse und UV-Strahlung aus. 

Anwendungsbereiche von flüssigen Kunststoffen:


Flüssige Kunststoffe haben im Baugewerbe vielfältige Anwendungen und Aufgaben. Hier sind einige der wichtigsten Einsatzgebiete und Funktionen:

Abdichtungen

  • Flachdächer:  Flüssige Kunststoffe werden häufig zur Abdichtung von Flachdächern verwendet, da sie eine nahtlose und flexible Schutzschicht bieten 
     
  • Balkone und Terrassen: Sie schützen diese Flächen vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen 
     
  • Keller und Fundamente: Flüssige Kunststoffe verhindern das Eindringen von Wasser und schützen die Bausubstanz 

Oberflächenschutz

  • Begehbare und befahrbare Flächen: Sie dienen als Schutzschicht für Parkdecks, Garagenböden und andere stark beanspruchte Flächen 
     
  • Betonbauteile: Flüssige Kunststoffe schützen Beton vor chemischen und mechanischen Einflüssen 
     
  • Trinkwasserbehälter: Flüssigkunststoffe sind auch in der Trinkwasserversorgung einsetzbar, da sie wasserdicht und chemisch beständig sind. 
     

Reparaturen und Sanierungen

  • Rissinjektionen: Sie werden verwendet, um Risse in Beton und Mauerwerk zu füllen und zu versiegeln 
     

Sanierung von Bauwerken:

  • Flüssige Kunststoffe können zur Instandsetzung und Verstärkung von beschädigten Strukturen eingesetzt werden.

Aufgaben von flüssigen Kunststoffen:

  • Schutz vor Feuchtigkeit: Sie verhindern das Eindringen von Wasser und schützen so die Bausubstanz vor Schäden 
     
  • Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: Flüssige Kunststoffe passen sich an komplexe Formen und Oberflächen an und bieten eine durchgehende, flexible und fugenlose Abdichtung 
     
  • Langlebigkeit und Beständigkeit: Sie sind beständig gegen Witterungseinflüsse, UV-Strahlung und chemische Belastungen, was eine langfristige Abdichtung gewährleistet.
     
  • Schnelle Aushärtezeit:  Viele Flüssigkunststoffe sind bereits nach kurzer Zeit regenfest und können später auch begehbar sein. 
     
  • Flexible Gestaltung: Flüssigkunststoffe können in verschiedenen Farb- und Oberflächenvarianten eingesetzt werden. Das ermöglicht eine individuelle Gestaltung. 

Verarbeitung von flüssigen Kunststoffen

Untergrundvorbereitung

  • Prüfen: Der Untergrund muss fest, tragfähig und frei von Rissen oder anderen Schäden sein 
  • Reinigen: Entfernen Sie Öl, Fett, Staub und andere Verunreinigungen. Eine gründliche Reinigung ist entscheidend für die Haftung. 
  • Trocknen: Der Untergrund muss vollständig trocken sein, um eine optimale Haftung zu gewährleisten 
  • Oberflächenbearbeitung: Glatte Oberflächen sollten aufgeraut und raue Flächen geglättet werden 

Grundierung:

  • Eine Grundierung verbessert die Haftung des flüssigen Kunststoffs, besonders auf porösen oder stark absorbierenden Materialien. 

Auftragen des flüssigen Kunststoffs:

  • Mischen: Der flüssige Kunststoff muss gemäß den Herstellerangaben gemischt werden, oft durch Zugabe eines Härters. Abhängig von der Beschichtung und dem Hersteller können die Additive flüssig oder in pulverform zugegeben werden.
  • Auftragen: Verwenden Sie Pinsel, Rollen oder Spritzgeräte, um den Kunststoff gleichmäßig aufzutragen. Achten Sie darauf, dass keine Luftblasen entstehen!
     

Notwendige Werkzeuge und Ausrüstung:

  • Rührkorb, Mischeimer und elektrisches Rührwerk
  • Pinsel und Rollen: Für kleinere Flächen und Detailarbeiten.
  • Geeignetes Spritzgerät: Für größere Flächen und eine gleichmäßige Beschichtung.
  • Spachtel und Kellen: Zum Glätten und Verteilen des Materials.
  • Schutzkleidung: Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutz, um sich vor Chemikalien zu schützen 

 

Bitte beachten:

  • Informieren Sie sich vor Beginn der Arbeiten über die Datenblätter der Hersteller zu den Verarbeitungsbedingungen.
  • Temperatur und Wetterbedingungen: Verarbeiten Sie flüssige Kunststoffe nur bei geeigneten Temperaturen und vermeiden Sie Regen oder hohe Luftfeuchtigkeit 
  • Sicherheitsvorkehrungen: Tragen Sie immer die empfohlene Schutzkleidung und arbeiten Sie in gut belüfteten Bereichen 

Durch sorgfältige Vorbereitung und die richtige Anwendung schaffen Sie die Voraussetzung für eine langlebige und effektive Abdichtung und ein fehlerfreies Ergebnis.

Collomix Rührer KR - mischt dünn- und dickflüssige Epoxydharze

Das Mischen von flüssigen Kunststoffen erfordert spezielle Techniken und Vorgehensweisen, um eine gleichmäßige und qualitativ hochwertige Mischung zu gewährleisten.

Das Collomix Rührwerk XQ4 mit dem Rührstab KR ist eine ideale Geräteauswahl für diese Art der Mischarbeit. Für größere Mengen eignen sich auch zweispindelige Rührwerke, beispielsweise die Xo 55 R duo.

Auf was ist beim Rühren von flüssigen Kunststoffen im Besonderen zu achten?

  • Flüssige Kunststoffe werden in vielen Fällen im Liefergebinde angerührt. Besonders bei zweikomponentigen Systemen ist das richtige Gewichtsverhältnis von Komponente A und Komponente B entscheidend. 
     
  • Für das Anmischen verwenden Sie unbedingt ein elektrisches Rührwerk mit einstellbarer Drehzahl, damit nicht zu schnell gerührt und Luft in das Gemischt gezogen wird. Ideal ist eine Drehzahl zwischen 300 und 400 Umdrehungen pro Minute. 
     
  • Ebenso ist ein geeigneter Rührkorb mit hoher Scherkraft empfehlenswert, der für eine gleichmäßige Verteilung der Komponenten erreicht. Auch die Bauart des Rührkorb sollte möglichst wenig Luft eintragen.
     
  • Während des Mischens ist darauf zu achten, dass der Rührer vollständig durch das Mischgefäß geführt wird und auch alle Ecken und Ränder erreicht werden.
     
  • Halten Sie unbedingt die vom Hersteller vorgegebenen Mischzeiten ein, um eine vollständige Homogenisierung zu gewährleisten. Ein Rührwerk mit einer Zeitanzeige ist dabei mehr als hilfreich.
     
  • Führen Sie die Mischarbeiten in einem gut belüfteten Bereich durch.

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